Stadtwerk: KI-Assistent für Tariffragen und Zählerablesung
- John Doe
- 18. April 2026
Ein kommunales Stadtwerk mit 120 Mitarbeitenden versorgt 95.000 Haushalte mit Strom, Gas und Fernwärme. Das Kundencenter erhält monatlich rund 4.500 Anrufe und 2.000 E-Mails. Davon sind 58 % Standardanfragen: Zählerstand melden, Abschlag ändern, Tarif wechseln, Rechnung erklären, Störung melden, Umzug melden.
Neun Mitarbeitende im Kundencenter bearbeiteten diese Anfragen. In der Jahresabrechungssaison (Oktober–Dezember) explodierten die Kontakte um 180 % — Wartezeiten von 25 Minuten waren die Regel.
Kommunale Sensibilität bei Kundendaten
Ein Stadtwerk ist oft zu 100 % kommunal. Bürgerdaten — Verbrauchshistorie, Zahlungsverhalten, Haushaltsgröße — in private US-Cloud-Dienste zu geben wäre politisch und rechtlich nicht vertretbar. Volle Datensouveränität war Pflicht.
Lokaler Kundenassistent mit SoverIQ
SoverIQ Stack läuft im kommunalen Rechenzentrum. Der KI-Assistent ist mit dem CRM, dem Abrechnungssystem und dem Störungsmeldungssystem verbunden:
- Zählerstand aufnehmen und direkt ins Abrechnungssystem buchen
- Abschlagsänderung auf Kundenwunsch vornehmen (mit definiertem Rahmen)
- Tarifvergleich für den Kunden berechnen und Wechsel einleiten
- Rechnungsposten erklären: „Warum ist meine Abrechnung dieses Jahr höher?"
- Störungsmeldung aufnehmen, Ticket eröffnen, voraussichtliche Behebungszeit mitteilen
- Umzug erfassen und mit neuem Zählerstand verknüpfen
Komplexe Fälle (Mahnung, Inkasso, technische Sonderfälle) werden an Mitarbeitende übergeben.
Ergebnis
63 % der Kundeninteraktionen vollautomatisch bearbeitet. Wartezeiten in der Spitzensaison: von 25 auf 2 Minuten. Kundenzufriedenheit stieg trotz — oder wegen — weniger menschlicher Interaktion. Das Team hat jetzt Zeit für die Fälle, die wirklich menschliches Urteil brauchen.