Mittelstand: Altanwendungen verstehen und modernisieren
- John Doe
- 8. Juni 2026
Ein produzierendes Unternehmen mit 350 Mitarbeitenden nutzt eine selbstentwickelte ERP-Lösung aus dem Jahr 2003 — 180.000 Zeilen COBOL und VBA, keine Dokumentation, der ursprüngliche Entwickler seit 12 Jahren nicht mehr im Unternehmen. Das System läuft, aber niemand versteht es vollständig. Jede Änderung ist riskant. Eine Ablösung wurde bereits dreimal abgebrochen, weil niemand wusste, was das Altsystem wirklich tut.
Das Wissen steckt im Code — und nirgendwo sonst
Ohne Dokumentation ist Reverse Engineering der einzige Weg. Klassisches manuelles Reverse Engineering durch externe Berater hätte 18 Monate und rund 800.000 € gekostet — mit ungewissem Ergebnis. Dabei enthält der Code hochsensible Geschäftslogik: Preiskalkulationen, Rabattstrukturen, Lieferantenkonditionen.
KI-gestützte Legacy-Analyse mit SoverIQ
SoverIQ Stack läuft auf dem internen Server. Der gesamte Codebestand wurde lokal eingelesen und indexiert:
- Automatische Erklärung jeder Funktion und Prozedur in verständlichem Deutsch
- Abhängigkeitsgraph: Welche Module rufen welche auf? Was passiert, wenn Modul X geändert wird?
- Datenflussdokumentation: Wie bewegen sich Daten durch das System?
- Identifikation kritischer und veralteter Pfade
- Generierung von Migrations-Kandidaten: Welche Module lassen sich isoliert ablösen?
Entwickler können jetzt im Chat fragen: „Was genau passiert in der Preisberechnung für Kunden der Kategorie B mit Sonderkonditionen?"
Ergebnis
Die vollständige Systemdokumentation lag nach 6 Wochen vor — statt 18 Monaten. Die Ablösestrategie (schrittweise durch Domain-isolierte Microservices) wurde in 3 Monaten erarbeitet. Das Unternehmen startete die Migration mit eigenem Team — ohne externe Berater. Budget: 220.000 € statt der ursprünglich geplanten 800.000 €.