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Krankenhaus: Präzisere Kodierung, höhere Erlöse

Krankenhaus: Präzisere Kodierung, höhere Erlöse

  • William Jacob
  • 4. Juni 2026

Ein Krankenhaus der Regelversorgung mit 600 Betten erstellt jährlich rund 18.000 Krankenhausfälle ab. Die Erlöse hängen direkt von der korrekten Kodierung nach ICD-10 und OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) ab — falsche oder unvollständige Codes führen zu Minderlösen, ungerechtfertigten MDK-Prüfungen und aufwendigen Widerspruchsverfahren.

Das Kodierteam mit 8 Mitarbeitenden war chronisch überlastet. Durchschnittliche Kodierzeit pro Fall: 18 Minuten. Kodierqualität schwankte je nach Berufsgruppe und Erfahrungsstand. Rund 12 % der Fälle wurden vom MDK beanstandet.

Patientendaten verlassen das Haus nie

Die Falldokumentation enthält hochsensible Gesundheitsdaten — §203 StGB, DSGVO und Krankenhausrecht verbieten eine Weitergabe an externe Dienste kategorisch. Lokale Verarbeitung war nicht verhandelbar.

KI-gestützte Kodierung mit SoverIQ

SoverIQ Stack läuft auf dem Krankenhausserver, angebunden an das KIS (Krankenhausinformationssystem). Für jeden abzuschließenden Fall:

  • Diagnosen-Vorschlag: Aus Arztbrief, OP-Berichten und Befunden werden Haupt- und Nebendiagnosen nach ICD-10 vorgeschlagen — mit Kodierregeln-Begründung
  • Prozeduren-Vorschlag: OPS-Codes für Eingriffe, Maßnahmen und Beatmungsstunden aus dem Operationsbericht ableiten
  • DRG-Simulation: Welche DRG ergibt die aktuelle Kodierung? Welche Zusatzentgelte sind möglich?
  • Lücken-Erkennung: Welche Diagnosen sind dokumentiert, aber noch nicht kodiert? (CC/MCC-Potenziale)
  • MDK-Risikoampel: Fälle mit hohem Prüfrisiko markieren und Begründungsargumente vorschlagen

Ergebnis

Kodierzeit pro Fall sank von 18 auf 7 Minuten. Erlösverbesserung durch vollständigere Kodierung: durchschnittlich 340 € pro Fall — bei 18.000 Fällen ein Potenzial von über 6 Mio. € p.a. MDK-Beanstandungsrate sank von 12 % auf 6 %. Das Kodierteam bearbeitet jetzt 40 % mehr Fälle in derselben Zeit.